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Weltwirtschaftskrise und Ende der Weimarer Republik (1929-1933)

Am "Schwarzen Freitag" (25. Oktober 1929) löst der Zusammenbruch der New Yorker Börse eine Weltwirtschaftskrise aus. Die Wirkung auf die deutsche Wirtschaft ist katastrophal. Tausende Firmen gehen in den Bankrott, bis 1932 vervierfacht sich die Arbeitslosenzahl auf über 6 Mio. (bei insgesamt rund 19,5 Mio. erwerbsfähigen Arbeitern und Angestellten). Die Folge ist bittere Not für die Betroffenen und ihre Familien.

Die Regierung Brüning (1930–32) bekämpft die Krise durch eine Anpassung der Ausgaben an die sinkenden Einnahmen. Die Beiträge der Versicherten werden durch Notverordnungen des Reichspräsidenten erhöht, die Leistungen gesenkt. Schuldenaufnahmen für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, wie sie die Gewerkschaften fordern, lehnt Brüning ab. Die Regierung versucht mit verordneten Lohn- und Preissenkungen die Konjunktur anzukurbeln. Die 40-Stunden-Woche wird eingeführt, berufstätige verheiratete Frauen werden ermuntert, an den Herd zurückzukehren und ihre Stelle einem männlichen Arbeitslosen zu überlassen.

Das Versagen der Reichsregierung begünstigt die Gegner des parlamentarischen Systems, die Kommunisten und vor allem die Nationalsozialisten. Ihnen laufen die Wähler zu. Reichspräsident Hindenburg ernennt am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler. Die Nationalsozialisten übernehmen die Macht, die Weimarer Verfassungsordnung wird zerschlagen.

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Börsenkrise: Gedränge vor der Börse in der Wall Street in New York, 1929.
© ullstein bild

Stenotypistin, die "jede Arbeit" annimmt, Berlin, 1930. Stenotypistin, die "jede Arbeit" annimmt, Berlin, 1930.
© bpk

Mittagessen gibt es gegen geringes Entgelt, Frankfurt, 1931. Mittagessen gibt es gegen geringes Entgelt, Frankfurt, 1931.
© ullstein bild